Playlist der Wohnzimmer-Milonga am 29.4.16



Domingo Federico (zum Schuhe wechseln)
El simpático
A María Rosa
Muy suave

Our Last Tango (Filmmusik)
Remolino
Ensueños
Jugando jugando
Loca

Anja Stöhr: Baladas para el tango
Que nadie sepa mi sufrir
Fuimos
Se dice de mí

Collectif Roulotte Tango
Flor de Monserrat
Verdemar
Balada para un loco
Ella es así

Hyperion Ensemble: Remembranzas
Buscandote
Torrente
Remembranzas
El huracán

Vanina Tagini & Gabriel Merlino Quartett
Quedémonos aqui
Niebla del Riachuelo
Milonga de mis amores / Bien criolla y bien porteña
Romance de Barrio

Narcotango
Vi Luz y Subí
Plano Secuencia
Otra luna

Valses
Desde el alma (Sexteto Major)
Manos adoradas
All I need (Cristina Aguilera)

Yiddische Tangos (Danke, Alfredo!)
La Cumparsita (Giora Feidman)
A Shoa Diane (Shifra Lerer)
Papirosn (Zully Goldfarb)
Di Krenitse (Chava Alberstein)

Orquesta típica misteriosa: Tu lado acústica
Nada más
La vida es una milonga
La candombera
Che Bandoneón

Magische Tanda
Zaubereinlage von Stefan Hotop und Gerhard Riedl

Osmar Maderna
Concierto en la luna
Ojos negros
Lluvia de estrellas

Susana Rinaldi: Mi voz y mi ciudad
Maria
Pedacito de cielo
Nunca tuvo novio

Nat King Cole
Fantastico
La Feria de las Flores
Nao tenho lágrimas
El choclo

Sexteto Visceral
La puñalada
El puntazo
Flor de lino
Canaro en Paris

Milva & Quartetto Argentino di Daniel Binelli
Annees de solitude
Tango querido
Libertango

Osvaldo Fresedo & Héctor Pacheco
Pero yo sé
Ninguna
Pampero

In memoriam Mariano Mores
Oro y gris
Taquito militar
Tanguera
El Tango de Roxanne



Mariano Mores (Mariano Martinez, 1918 - 2016)
(unter Verwendung der Biografie von Néstor Pinsón und Ricardo García Blaya auf  „todotango“)

Mit 18 Jahren erhielt Mores sein erstes Engagement: Für dreieinhalb Pesos pro Tag durfte er in einer Bar auf der Avenida Corrientes Klavier spielen. Bald darauf studierte er dieses Instrument bei Luis Rubistein, an dessen Akademie er bald Musiklehrer wurde. Von 1939 bis 1948 spielte Mores im Orchester von Francisco Canaro. Seinen ersten Tango-Hit schaffte er 1939 mit „Cuartito azul”. In dieser Zeit begann er ebenfalls, Filmmusik zu schreiben. Das Video zeigt eine Szene aus dem Streifen „La voz de mi ciudad“ mit Diana Maggi aus dem Jahr 1953.

Einige seiner bekanntesten Tangos entstanden aus der Zusammenarbeit mit Enrique Santos Discépolo („Cafetín de Buenos Aires“, „Uno“). Mit dem Autor Homero Manzi gelang der Erfolgstitel „Una lágrima tuya”. Es gibt etwa 300 Aufnahmen von Mores, der lange Zeit ein eigenes Orchester leitete. Viele seiner Kompositionen werden heute noch gespielt, z.B. „Taquito militar”, „A quién le puede importar?”, „Sin palabras”, „El firulete”, „Cada vez que me recuerdes”, „Cristal”, „Tu piel de jazmín”, „Gricel” und „En esta tarde gris”. Nummer eins ist und bleibt für mich „Tanguera“. Im Filmmusical „Moulin Rouge“ erfuhr dieser Titel als „El tango de Roxanne“ eine unglaublich dynamische Neufassung.

Bei der (damals wie heute ziemlich konservativen) Tänzergilde werden die genialen Arrangements von Mariano Mores, wie man sie gerade in seinen eigenen Orchesteraufnahmen erlebt, weitgehend ignoriert. Zu „bombastisch“ und „musicalhaft“ (lies: schwer zu tanzen…). Für mich selber gehört es zu den Sternstunden, diese Musik auf das Parkett übertragen zu dürfen.

In dem Film „Café“ de los maestros“ (2008) wird mir der Auftritt von Mariano Mores unvergesslich bleiben. Schon fast 90-jährig, „rockte“ er das berühmte Teatro Colón in Buenos Aires mit seinen Welterfolgen. Tango hält wahrlich jung – vor allem, wenn man sich seiner Weiterentwicklung nicht verschließt!

Kommentare

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